Fraunhofer-Institut kündigt Schneefall an

Dienstag, 31.10.2006 - Autor: Susanne Papadopoulos Kategorie: Allgemein

Off-topic, aber lustig: Rechtzeitig vor den ersten Schneefällen des Jahres macht die
Fraunhofer-Gesellschaft mit ihrer neuesten Erfindung von sich reden. Dazu hat man
eine Pressemeldung herausgegeben. Titel: "Schnee säubert verwinkelte Bauteile".

Dass es dabei um eine ausgeklügelte CO2-Reinigungslanze geht, die CO2-Schnee
beschleunigt, in schwer zugängliche Baugruppen wie Rohrleitungen und Motoren
pustet und damit reinigt, wird erst auf den zweiten Blick deutlich. Trotzdem sehe
ich jetzt den Tauben gelassen zu, wie sie auf dem Vordach sitzen. Denn ich weiß,
der Winter kommt...

Nichts Neues von der Systems

Donnerstag, 26.10.2006 - Autor: Susanne Papadopoulos Kategorie: Allgemein

Den alljährliche Systems-Besuch erledigte das IBPmedien-Team am gestrigen Dienstag,
24. Oktober 2006. Nach etlichen sehr interessanten und produktiven Gesprächen
mit Geschäftspartnern und Bekannten aus der Branche, mit denen wir uns im Vorfeld
verabredet hatten, entschlossen wir uns zum informativen Rundgang über das
Messegelände - und der verlief aufschlussreicher als wir erwartet hatten.
Während in früheren Jahren kleine Imbissbuden bei den Übergängen zwischen den
einzelnen Hallen geöffnet hatten, war 2006 Kaffee nur noch an den Messeständen
zu bekommen. Aschenbecher in der Halle fanden wir ausschließlich im Bereich
"Enterprise Solutions". Ansonsten sichtbar: Viele Haken, an denen man normaler-
weise Mülleimer festmacht. Was fehlte: Mülleimer. Von den - schätzungsweise
sechs - Restaurants auf dem Messegelände fanden wir nur eines geöffnet vor.
Wie hunderte andere Messebesucher wollten wir dort Mittagessen - nun, wir
haben darauf verzichtet, als wir sahen, wie viele andere in der "Please wait
to be seated"-Reihe standen.
Microsoft Deutschland war nicht mit einem eigenen Stand vertreten, dafür ganze
zwei Microsoft-Partner bei Cancom IT Systeme und Schulz Bürozentrum. Weitere
Aussteller der Messe mit Slogan "IT. Media. Communications": Der Fachbereich
Wald- und Forstwirtschaft der FH Weihenstephan, die Agyptische Post und die
Direktionsrepräsentanz der Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG.
Während etliche Stände heiß umlagert waren und das Messepersonal mit
glänzenden Augen neue Produkte erklärte, während die Hinterzimmer vollgepackt
mit gut gelaunten IT-Fachleuten waren, gab es auch die Stände, um die man
nach einem Blick ins Gesicht des Stand-Personals besser einen großen Bogen
machte. Alles in allem bleibt das schale Gefühl einer Branchenmesse, die nach 
dem Platzen der ungesunden dotcom-Blase von der Messegesellschaft äußerst
stiefmütterlich behandelt wird - was nicht zur Attraktivität beiträgt.

Handys der Zukunft sind tastenlos

Mittwoch, 11.10.2006 - Autor: Susanne Papadopoulos Kategorie: Allgemein

Nach dem Erfolg von Touchscreens bei digitalen Kompaktkameras gibt es
jetzt die ersten Designstudien und Prototypen von Handys, die statt einer
Tastatur ein Touchpad haben.
Der Vorteil für die Benutzer: die Bedienung des Geräts erfolgt unmittelbarer,
intuitiver als bei Tasten. So besteht die Oberfläche des von Pilotfish
entwickelten Geräts ausschließlich aus einem berührungsempfindlichen
Bildschirm.

Handy-Protoyp der Firma Pilotfish

Foto: pilotfish.eu

Die Designstudie, die Nokia jetzt vorstellt, ist weniger futuristisch. Das Handy hat
noch eine Art Tastatur, die in einem Panel untergebracht ist. Aber auch der
obere Bildschirm-Bereich soll berührungsempfindlich sein und das Hin- und
Herschalten zwischen Zahlen-, Buchstaben-Eingabe oder der Bedienung von
Programmen wie einem MP3-Player vereinfachen.

Handy-Designstudie von Nokia

Foto: Nokia.com

Das Pilotfish-Gerät gibt es im Gegensatz zu der Nokia-Studie bereits
als Prototyp. So kann ein Gespräch mit Onyx angenommen werden,
indem man das Handy an die Wange hält: Die Berührung löst den
Vorgang "Hörer abheben" aus. Weitere Neuheiten im Bedienkonzept:
Der Benutzer schließt eine Anwendung, indem er ein X auf das Display
malt; Nachrichten werden versandt, indem sie vom Bildschirm geschoben
werden.
Die ganze Handy-Bedienung soll menschlicher werden: Nicole Dortans,
New Business Manager bei Pilotfish erklärt: "Will man seinem geliebten
Menschen einen Gruß per SMS senden, so drückt man seine Lippen auf
den Bildschirm und versendet auf diese Art einen Kuss."
Nach Menschen, die scheinbar auf offener Straße mit sich selbst
sprechen, die in Wirklichkeit aber über Bluetooth-Headset telefonieren,
werden wir uns wohl auch an Personen gewöhnen, die ihr Handy knutschen,
in Wirklichkeit aber nur den Kindern einen Gute-Nacht-Kuss senden.