Freitag, 6. Oktober 2017       Susanne Papadopoulos      

Elektroschrott genau analysiert

Was Recycling konkret bringt - Fraunhofer Institut untersucht Müllströme

Die Diskussion haben Sie bestimmt auch schon einmal gehört: Wenn in Bayern alle mit ihren Autos zum Wertstoffhof fahren, ist das nicht schädlicher für die Umwelt als einfach alles gemeinsam in den Müll zu werfen?
Nun, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) hat das mal für einen Kunden, die ALBA Group, ein Berlinder Recycling-Betrieb, durchgerechnet.
Das Ergebnis: Durch die Geschäftstätigkeit der Wertstoffsammler in Berlin konnten in einem Jahr 4,3 Millionen Tonnen Treibhaus-Emissionen vermieden werden. So viel, wie eine Stadt mit 375.000 Einwohnern jährlich ausstößt, etwa Wuppertal oder Bochum. Um 4,3 Millionen Tonnen Treibhausgase zu binden, müsste ein Mischwald 428.000 Hektar groß sein. Und das ist nur ein Betrieb und ein Jahr.
Die Forscher haben in ihren Berechnungen die Stoffströme Metall, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton, Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffe und Holz unter die Lupe genommen. Fazit also: Weiterhin zum Wertstoffhof fahren, es lohnt sich doch.
Weitere Informationen zur Studie: https://www.resources-saved.com/home/
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